Prunus avium (Süßkirsche) und Prunus cerasus (Sauerkirsche) sind Laubbäume aus der Familie der Rosaceae. Während P. avium eine mächtige diploide Art mit süßen Früchten ist, ist P. cerasus eine kleinere, oft selbstbefruchtende tetraploide Art mit sauren Früchten. Ihre interspezifischen Hybriden (P. × gondouinii), bekannt als Kirsch-Sauerkirschen oder Süßkirschen, weisen intermediäre Merkmale auf. Die Frucht ist eine Steinfrucht. Ernährungsphysiologisch unterscheiden sie sich durch das Verhältnis von Zucker (vorherrschend bei Kirschen) und organischen Säuren (vorherrschend bei Sauerkirschen), wobei beide Arten eine Quelle für Kalium und Ballaststoffe sind. Das phytochemische Profil ist durch einen hohen Gehalt an Anthocyanen (insbesondere Cyanidin-3-Rutinosid) gekennzeichnet, die eine starke antioxidative und entzündungshemmende Wirkung haben (die z. B. bei Gicht genutzt wird). Sauerkirschen sind außerdem eine einzigartige natürliche Quelle für Melatonin, das den Schlafzyklus reguliert.
Unterlagen für Kirschbäume:
GiSelA 5
Ideal für intensive, dichte Anpflanzungen und kleine Gärten, da sie das Wachstum des Baumes am stärksten reduziert. Sie sorgt für einen extrem frühen Eintritt in die Fruchtbarkeit und einen hohen Fruchtansatz bereits in den ersten Jahren nach der Pflanzung.
GiSelA 6
Im Vergleich zu G5 ist sie vitaler, wodurch sie besser im Boden verankert ist und weniger Bewässerung und Schnitt benötigt. Sie behält jedoch den Vorteil des frühen Ertragsbeginns und der hohen Fruchtqualität.
Maxma 14
Eine halbzwergwüchsige Unterlage, die sich hervorragend verankert und im Gegensatz zu anderen auch schwerere Böden oder einen höheren Kalziumgehalt toleriert. Sie fördert die Bildung großer Früchte, eine frühe Fruchtbarkeit und ist resistent gegen Chlorose.
GiSelA 12
Geeignet für schlechtere Bodenbedingungen und schwächer wachsende Sorten, denen sie die notwendige Vitalität verleiht. Trotz ihres üppigeren Wachstums behält sie ihre frühe Fruchtbarkeit, hohe Produktivität und gute Gesundheit.
Prunus mahaleb
In erster Linie für trockene und kühle Gebiete bestimmt, kommt sie mit verschiedenen Bedingungen zurecht. Dank ihres tiefen Wurzelsystems ist sie sehr trockenheitsresistent, sorgt für eine lange Lebensdauer der Bäume und eine gute Stabilität, ohne dass eine Stütze erforderlich ist.