Überleben und Fruchten (Teil 2): Wir stellen die Hybridpflaumen 'Mara', 'Rannyaya Krupnaya' und die rotblättrige 'Spīdola' vor
Überleben und Fruchten (Teil 2): Wir stellen die Hybridpflaumen 'Mara', 'Rannyaya Krupnaya' und die rotblättrige 'Spīdola' vor
Im ersten Teil unseres Leitfadens zu nordischen Pflaumen haben wir Ihnen Sorten vorgestellt, die extreme Widerstandsfähigkeit und Ertragskraft definieren. Unsere Reise durch die frostigen Obstgärten Osteuropas und des Baltikums endet jedoch nicht hier. Hybridpflaumen (Kreuzungen aus Kirschpflaume und Chinesischer/Ussuri-Pflaume) sind so vielfältig, dass sie Ansprüche an eine frühe Sommerernte, eine späte Herbstverarbeitung und sogar an einen hohen Zierwert im Garten erfüllen können.
In diesem zweiten Teil stellen wir Ihnen drei weitere Juwelen vor, deren Verkauf wir für das Frühjahr/Herbst 2026 planen: die weißrussische Herbstkonstante 'Mara', die großfruchtige russische 'Rannyaya Krupnaya' mit Pfirsicharoma und die lettische rotblättrige Spezialität 'Spīdola'.
„Hybridpflaumen überraschen immer wieder. Während 'Mara' eine Ernte noch im September garantiert, verwandelt 'Spīdola' den Obstgarten dank ihrer blutroten Blätter und rosa Blüten in einen Zierpark.“
1. 'Mara' (Мара): Herbstliche Sicherheit aus Weißrussland
Die Sorte 'Mara' ist ein Meisterwerk des Weißrussischen Forschungsinstituts für Obstbau (registriert 1999). Es ist ein Sämling aus der freien Bestäubung der Kreuzung Prunus cerasifera × Prunus salicina var. ussuriensis. Sie ist für diejenigen gemacht, die eine spätere Ernte und absolute Resistenz gegen Pilzkrankheiten suchen.
Zuverlässigkeit im September
Während die meisten Hybridpflaumen im Sommer reifen, reift 'Mara' spät, erst im September. Der Baum wächst stark und schnell (bis 3–4 m). Sie tritt extrem früh in die Ertragsphase ein (bereits im 2. oder 3. Jahr nach der Pflanzung) und kann Erträge von bis zu 35 Tonnen pro Hektar bringen.
Gelbe Saftigkeit
Die Früchte sind mittelgroß (23 – 25 g), rund und leuchtend gelb. Das Fruchtfleisch ist gelb, locker, extrem saftig mit einem angenehmen süß-säuerlichen Geschmack (4,0/5). Ein Nachteil ist, dass der Stein am Fruchtfleisch haftet. Die Sorte ist hochgradig frosthart und benötigt einen Bestäuber (eine andere Hybridpflaume).
2. 'Rannyaya Krupnaya' (Ранняя Крупная): Die Frühe mit Pfirsicharoma
Diese russische Sorte ist eine großartige Alternative oder Ergänzung zur bekannten 'Kubanskaja Kometa', mit der sie etwa zur gleichen Zeit reift (Anfang August).
Ein Hauch von Pfirsich
Der Name bedeutet übersetzt „Frühe Große“ und die Früchte machen ihm alle Ehre. Sie sind groß (35 – 40 g), wunderschön orange-gelb bis rot-gelb. Das Fruchtfleisch ist fest und saftig. Was sie jedoch von anderen unterscheidet, ist ihr guter süß-säuerlicher Geschmack, ergänzt durch ein Pfirsicharoma.
Achtung vor Überlastung
Der Baum ist eher klein- bis mittelwüchsig. Seine Ertragskraft ist jedoch sehr hoch. Er neigt stark zur Überlastung durch zu hohen Fruchtansatz, was dazu führen könnte, dass die ansonsten großen Früchte kleiner werden. Daher benötigt er zwingend einen regelmäßigen Schnitt. Sie ist fremdbestäubend und braucht einen Partner.
3. 'Spīdola': Rotes Juwel aus Lettland
Die Sorte 'Spīdola' beweist, dass ein Obstbaum gleichzeitig ein atemberaubendes Ziergehölz sein kann. Diese Hybridpflaume unterscheidet sich auf den ersten Blick von den anderen.
Ganzjährige Zierde
Schon im zeitigen Frühjahr (April-Mai) bezaubert Sie 'Spīdola' mit einer Fülle rosa Blüten. Die noch größere Show kommt jedoch mit den Blättern – die gesamte, dicht beblätterte ovale Krone hat eine wunderschöne blutrote Farbe. Der Baum wird 3 bis 5 Meter hoch und wird zum visuellen Mittelpunkt jedes Gartens.
Ideal für die Verarbeitung
Die Früchte reifen Anfang September. Sie sind kleiner, rund, dunkelrot und glänzend mit einer dickeren, säuerlichen Schale. Das Fruchtfleisch ist bordeauxrot, saftig und süß-säuerlich. Ein großer Vorteil ist, dass die Früchte bei Regenwetter nicht platzen. Sie eignen sich absolut hervorragend für die Verarbeitung zu Marmeladen und Kompotten, denen sie eine schöne rubinrote Farbe verleihen. Sie ist fremdbestäubend und krankheitsresistent.
Schneller Vergleich: Welche wählen?
| Eigenschaft | Mara | Rannyaya Krupnaya | Spīdola |
|---|---|---|---|
| Reifezeit | September (Spät) | Anfang August (Früh) | Anfang September |
| Fruchtfarbe | Leuchtend gelb | Orange-Rot | Dunkelrot (glänzend) |
| Hauptvorteil | Pilzresistenz, Ertrag | Größe (40 g), Pfirsicharoma | Rotes Laub, rosa Blüten |
| Bestäubung | Fremdbestäubend | Fremdbestäubend | Fremdbestäubend |
Fazit des zweiten Teils
Hybridpflaumen aus dem Osten beweisen uns, dass Frosthärte nicht auf Kosten von Schönheit oder Geschmack gehen muss. Wenn Sie einen Baum brauchen, der den Vorgarten schmückt, ist 'Spīdola' die klare Wahl. Für Liebhaber gelber und süßer Früchte mit einem Minimum an Chemie gibt es 'Mara'. Und wenn Sie eine große Sommererfrischung mit einem Hauch von Pfirsich bevorzugen, wird Sie 'Rannyaya Krupnaya' nicht enttäuschen.
Vergessen Sie nicht: Alle diese drei Sorten sind fremdbestäubend. Für eine reiche Ernte empfehlen wir, sie in Kombination mit anderen Hybridpflaumen (z.B. aus dem ersten Teil unseres Artikels) oder mit Myrobalane zu pflanzen.
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